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Aus den Ratschlägen und Fragen
41. Versuche einfach zu leben. Ein aus freiem Willen gewählter, einfacher
Lebensstil ist eine Quelle der Stärke. Lass dich nicht dazu verlocken,
Dinge zu kaufen, die du nicht benötigst oder die du dir nicht leisten kannst.
Informierst du dich über die Auswirkungen, die dein Lebensstil auf die
Weltwirtschaft und die Umwelt hat?
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Auto stehen lassen Barbara Dembowski, Kontakt über: quaeker-koeln[at]t-online.de Das Auto stehen zu lassen bringt für mich einen Gewinn an Zeit und Lebensqualität. Die Fahrt mit dem Fahrrad zur Arbeit macht frisch und wach, die Rückfahrt hilft abzuschalten. Hin- und Rückweg halten mich fit und ich brauche mir über ein weiteres Bewegungsprogramm keine Gedanken zu machen. Bei Regen hilft ein Regencape und Gamaschen, die immer in der Fahrradtasche bereitliegen. Gerade bei einer Regenfahrt, nach der ich trocken in der Schule ankomme, fühle ich mich besonders zufrieden. Fahrten mit dem Zug sind entspannend und bringen Zeit für anregende Lektüre und manchmal auch anregende Begegnungen. Zug und Fahrrad lassen sich heutzutage auch unkompliziert kombinieren. 22.05.2009 |
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Brunnenwasser Barbara Dembowski, Kontakt über: quaeker-koeln[at]t-online.de Vor etwa 10 Jahren haben wir in unserem Garten von einer holländischen Firma einen Brunnen bohren lassen. Das Wasser kommt aus 10 m Tiefe und ist sehr frisch und klar. Es wird bei Bedarf von einer elektrischen Pumpe hochgepumpt. An den Brunnen angeschlossen sind unsere Waschmaschine und unsere Toiletten, außerdem ein Wasserhahn im Garten. Besonders schön in den warmen Monaten: die morgendliche Gartendusche mit frischem Brunnenwasser hinter einem ausklappbaren Holz-Sichtschutz. So fängt auch jeder Arbeitstag wie ein Ferientag an. 22.05.2009 |
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Kein Lichtblick: Ausgediente Energiesparlampen im Hausmüll Kai Bernhard, Kontakt über: quaeker-koeln[at]t-online.de Energiesparlampen sparen Strom. Dafür sparen sie nicht mit Gift: Quecksilber und bromierte Flammschutzmittel sind in den "Öko"-Leuchten enthalten, in älteren Modellen auch Blei, Chrom und Cadmium. Faustregel: Je billiger und älter, desto giftiger. Gespart wird auch beim Recycling. Der Handel spart sich gerne die Rücknahme, der Gesetzgeber eine Rücknahmepflicht für den Handel und der Verbraucher die Rückgabe ausgedienter E-Leuchten. Nur zehn Prozent der Haushalte entsorgen defekte Lampen korrekt als Sondermüll, brachte eine Studie der Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH an den Tag. So gelangen Jahr für Jahr hunderte Kilogramm Quecksilber in die Umwelt. 16 Cent kostet das Recycling einer kaputten E-Birne. Im Preis ist das einkalkuliert. Die Hersteller sind anders als der Handel zur Rücknahme verpflichtet, ein Pfandsystem gibt es aber nicht. Es wäre nach dem Dosenpfand schon der zweite Untergang der freien Welt. Wer die toxischen Abwrack-Birnen fachgerecht entsorgen will, muss sich manchmal in Geduld üben. Meinen ersten Anlauf unternahm ich bei einem Verbrauchermarkt in der Eifel. Die Dame an der Rezeption bot freundlichst an, das olle Teil zu entsorgen - in die Mülltonne. "Danke, das kann ich auch." Andere Einzelhändler guckten mich an, als wollte ich ihnen ein Atomfass aus der Asse andienen. In einem Baumarkt wurde ich das Giftstück los - nachdem ich dem Verkäufer auf Nachfrage versichert hatte, dass ich nur ein Exemplar zu liquidieren habe. Daneben hätte ich noch zwei Alternativen gehabt: Auf das Schadstoffmobil des Kreises warten. Das kommt alle vier Monate unseren Berg hoch. Oder zum Abfallcenter des Kreises fahren. Mit dem Rad 30 Kilometer hin, 30 zurück. Ein solcher Entsorgungstrip wäre mal ein echtes Highlight. Und ganz im Sinne des Gesetzgebers. 19.05.2009 |
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Sein eigener Milchmann Kai Bernhard, Kontakt über: quaeker-koeln[at]t-online.de Früher holte man auf dem Dorf die Milch beim Bauern. Heute gibt's das H-Milch-Tetrapak bei Laldi, Nettoplus & Co. für 48 Cent. Der Milchbauer bekommt für den Liter heute nur noch um die 20 Cent. Für kleine Betriebe bedeutet das auf Dauer den Exitus. Unsere drei Kinder gluckern in ihren Fläschchen täglich zwei Liter weg. Im Nachbarort unseres Eifeldorfes lebt ein älterer Bauer mit Frau und 30 Stück Milchvieh. Haus und Hof sind baufällig, Geld ist nicht vorhanden, die Bäuerin trägt Zeitungen aus. Man kann in Deutschland von montags bis sonntags arbeiten und trotzdem arm sein. Seit vorigem Jahr kaufen wir die Milch direkt beim Bauern. Bio-Bauer ist er nicht. Der Liter kostet 60 Cent. Immer. Mit Rad oder Kinderwagen zuckeln wir, mit oder ohne Milchfläschchen-Bande, jeden zweiten oder dritten Tag zum Hof. Die Bäuerin schöpft die Milch aus dem Kühlcontainer randvoll in unsere braunen Flaschen. Die Rohmilch hält sich drei bis vier Tage. Sie schmeckt vollwertig und frisch. Pasteurisiert ist sie nicht, die Molkerei misst die Keimzahl aber regelmäßig. Neulich traf ich einen Freund meines Sohnes beim Milchbauern. Mit einer Milchkanne in der Hand. Der Erstklässler sah meine Flaschen und fragte, was ich denn hier kaufe. Ich sagte: "Mensch, Lukas, Schnaps natürlich!" 14.05.2009 |
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Wandheizung Wolfgang Rassek, Direktkontakt: wrassek[at]web.de In meinem 100 Jahre alten Reihenhaus habe ich eine Wandheizung eingebaut: ein spezielles Kunststoffrohr ist in Lehm eingebettet ähnlich einer Bodenheizung. Drei Heizungsinstallateure meinten, damit kriege ich das Haus nicht warm - jetzt bin ich stolz auf meinen Mut, es funktioniert prächtig. Ein Lehmspezialist hat die meisten Arbeiten durchgeführt. Das Raumklima ist gut - es gibt keine Warmluftkonvektion, die den Feinstaub aufwirbelt und Nase und Augen trocken macht. Zusammen mit einer 5 cm dicken Innendämmung aus Schilfrohr, neuen Fenstern und einer Gas-Brennwertheizung spare ich erheblich an Energie. Es ist schwer, einen Altbau in ein Niedrigenergiehaus zu verwandeln, aber ich bin auf halbem Weg dorthin. Irgendwann lässt sich das System sehr umweltfreundlich entsorgen und teurer als neue Heizkörper war es auch nicht. 10.05.2009 |
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Fair gehandelter Kaffee Horst-Dieter Breuer, Direktkontakt: horst-dieter.breuer[at]t-online.de Vor etwa 4 Jahren bin ich auf fair gehandelten Kaffee umgestiegen. Im Jahr verbraucht unser Haushalt ca. 50 Pfund. Es kommen also für die Produzenten schon einige Euro zusammen. Für mich machen die Mehrkosten je Tasse Kaffee ca. 1 €Ct aus. Das kann sich fast jeder leisten. 10.05.2009 |
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Stromverbrauch Horst-Dieter Breuer, Direktkontakt: horst-dieter.breuer[at]t-online.de Seit mehr als 10 Jahren notiere ich mir monatlich den Stromverbrauch. Er ist seither um ca. 40% gesunken. Das Notieren bewirkt eine Sensibilisierung. 10.05.2009 |
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