|
|
||
|
Horst-Dieter Breuer - Regelmäßige Andachten jetzt auch in Bonn
Es war ein freundliches Wetter am 1. März 2009, dem meteorologischen Frühlingsbeginn. Draußen war noch nicht viel von Aufbruch und Neubeginn
zu spüren. Aber die Sonne schien blinzelnd und wärmend in den Andachtsraum der neu gegründeten Andachtsgruppe Bonn. Der Büroraum der Familie
Cook-Roth: schlicht, würdig und ansprechend hergerichtet. Starke Farben auf dem niedrigen Tisch, Rot, Grün, ein Flaschenkürbis, drei leuchtend gelbe
Zitronen, auf dem Schreibtisch das alte, aufgebaute Schachspiel. Die Kinder spielten mit der Gastgeberin und den Kaninchen im Hof, der Gastgeber
arbeitete in der Küche und so war für alle und alles gut gesorgt. Die Glocken der benachbarten Kirche St. Servatius läuteten unaufdringlich in
unsere Stille. Es entstand eine sehr angenehme Atmosphäre für die teilnehmenden Freunde, Freunde der Freunde, Interessierten und Kinder.
Die Andacht war sehr intensiv, die Versammlung vom Geist durchdrungen. Die anschließende Gruß- und Vorstellungsrunde leitete zum offenen Gespräch
über. Das wiederum wurde auch beim anschließenden „Potluck“ noch vertieft. In der Einladung hatten wir darum gebeten, einen Imbiss mitzubringen,
nicht zu viel aber so viel, dass man etwas davon abgeben kann. Fast alle konnten bis 14.00 Uhr bleiben, denn bis dahin war eingeladen worden. |
||
|
Eva Liebmann empfiehlt ein Wort von William Penn zum inneren Weg aufzunehmen:
„Wenn du Gott kennen willst und ihn verehren und ihm dienen, wie du es solltest, musst du dich an die Mittel wenden, die er zu diesem Zweck bestimmt und gegeben hat. Einige suchen sie in Büchern, einige bei gelehrten Männern, aber was sie suchen, liegt in ihnen selber, doch sie übersehen das.“ |
||
|
Horst-Dieter Breuer - Bilder von der adventlichen Feier 2006 Am 17. Dezember 2006 trafen sich Kölner Quäker und Freunde zur Dezemberandacht, einer adventlichen Feier. Wir aßen die leckeren Sachen, die mitgebracht wurden, hatten gute Gespräche und eine wärmende Gemeinschaft. - zu den Bildern des Tages... - 6.1.2007 |
||
|
Horst-Dieter Breuer - Gedanken zur Kernfrage in der Bezirksversammlung Nov. 2006 in Dortmund. Freund, was weißt Du und was kannst Du sagen von Gott, Christus und dem Heiligen Geist? *** Du fragst nach Gott? Du findest die Schöpferkraft In der Ruhe, In der Stille der Möglichkeit Die Wirklichkeit wird in Raum und Zeit. Gott ist Stille Und wer in der Stille ist Der ist in Gott Und Gott in ihm. Du fragst nach Gott? Du findest Liebe, gottgesandt, Strömend im Sein und im Nicht-Sein, Zwischen Ich und Nicht-Ich. Liebe ist möglich - Liebe wirkt - Liebe überwindet alle Grenzen. Gott ist Liebe Und wer in der Liebe ist Der ist in Gott Und Gott in ihm. Du fragst nach Gott? Du findest den Geist der Wahrheit Der die Möglichkeit kennt, Der der Wirklichkeit Grenzen setzt. Du findest den Geist des Lichts, Des Lichts, das keinen Schatten wirft, Das alles durchwirkt und durchkraftet. Gott ist Licht Und wer im Licht ist Der ist in Gott Und Gott in ihm! 10.12.2006 |
||
|
Eva Liebmann fühlt sich vom Text einer historischen Postkarte besonders angesprochen:
"Was die Freunde beabsichtigten, war, Religion für immer zu gründen auf eine in uns vorhandene Beziehung zwischen Gott als lebendigen Geist und dem einfachen Geist des Menschen. Religion entsteht, wie sie glaubten, nicht außerhalb des Menschen und fließt in ihn hinein, sondern sie kommt in ihm zum Aufbruch und fließt nach außen." |
||
|
Aus Anlass der Veröffentlichung der Website der Kölner Quäker schreibt Eva Liebmann:
Unsere Mitteilungsweise schätze ich deshalb hoch ein, weil ich an mir und auch anderen immer wieder beobachte, wie hilfreich es ist, wenn man sich nicht ungefragt der Meinung von Autoritäten unterwirft. Autoritäten können zu Recht als solche anerkannt sein, oder es kann ihnen ein Wert zugeschrieben werden, den sie nicht verdient haben.
In der Quäkerandacht oder einer ihrer Geschäftsversammlungen ist durch Schweigen und Bedachtsamkeit immer Raum für Größeres als den augenblicklichen Bewusstseinsstand.
Oft scheue ich — und bin nicht allein damit — das unsichere Neue, vor das ich gestellt bin. Das kann so weit gehen, dass das Neue gar nicht erkannt wird. Nicht gerade ein Zustand der Gnade.
Bin ich aber mit Freunden versammelt, um für höhere Erkenntnis, für Führung durch Gott offen zu sein, dann verlieren die vielen Ansprüche der klugen Argumentationen, der Getriebenheiten, der Traditionen an Gewicht. Viele Wege führen zu dieser Art von Freiheit, dieser Annäherung an das Göttliche. Ich freue mich über den Quäkerweg dahin, ich gehe ihn gemeinsam mit Freunden, er trainiert meinen Sinn für den Wert von Menschen überhaupt. Ich muss mich nicht vom Kern des Guten trennen, wenn übermächtig scheinende Autoritäten sich zwischen mich und Gott oder dessen Geschöpfe schieben wollen.
Andere Menschen, die ich noch nicht kenne, schätzen diesen Weg vielleicht so ähnlich wie wir Kölner Quäker.
|
||
|
|
||
|
|
||